Mittelstreckenteam

Langstreckenteam

Nachwuchsteam

Norddeutsche Meisterschaften

Medaillenregen bei den Norddeutschen Meisterschaften

fabian_clarksonBerlin | 04.07.2010 | Andrew Clarkson

Die Athleten der Mittelstreckengruppe von Trainer Egidijus Pranckus gewannen bei den Norddeutschen Meisterschaften am Wo- chenende insgesamt 6 Medaillen - sicherlich die erfolgreichste Veranstaltung für den BSV 92 seit langem (vielleicht überhaupt?).
Den Grundstein legten Nadia Dagher und Fabian Clarkson am Samstagabend über die 5.000m der Frauen und Männer.  Bei Temperaturen von über 32 Grad war das ein Rennen, wo nur die Härtesten durchkamen!

Nadia blieb sehr lange an den Fersen von Carmen Siewert dran und musste lediglich auf dem letzten Kilometer abreißen lassen.  Nadia gewann Silber in der hervorragenden Zeit von 17:41,07.

fabaian_clarkson

Fabian blieb konstant an dritter Stelle für über 3.200m, während Jonas Engler und Hagen Brosius gegenseitig Tempo machten, um die Norm für die DM zu erreichen – ein fast hoffnungsloses Unterfangen bei den herrschenden Bedingungen. Nach 3.000m musste Jonas Engler aussteigen; eine halbe Runde später zog Fabian das Tempo geringfügig an, was zu der Aufgabe von Hagen Brosius führte – Fabian hatte auf das restliche Feld einen großen Vorsprung und könnte die letzten Runden ungefährdet absolvieren.
Er gewann seinen ersten NDM-Titel bei den Männern in 14:41,44.

annika-schneunemann

Am Sonntagmorgen strahlte die Sonne erneut gnadenlos auf die Tartanbahn als Annika Scheunemann und Nadia über die 3.000m Hindernisse der Frauen an den Start gingen. Von der ersten Kurve an dominierte Annika das Rennen. Nadia war sichtlich beeindruckt und kam vor dem Wassergraben aus dem Rhythmus, musste erneut anlaufen und entschied sich (leider – eine Medaille wäre immer noch drin gewesen) das Rennen aufzugeben.  Die anderen Teilnehmerinnen könnten Annikas Tempo nicht mithalten als sie Runde für Runde ihren Vorsprung ausbaute. Wer NDM-Meisterin wurde, war nach den ersten 1.000m schon klar – aber in welcher Zeit? Den Berliner Rekord für Jugendliche hatte Annika pulverisiert; die Norm für die DM (bei den Erwachsenen) wurde um fast 20 Sekunden unterboten  -- ihre Zeit von 10:46,76 war sogar in Reichweite der Norm für die Jugend-WM. Es war eine bärenstarke Vorstellung und der Wettkampftag begann somit mit einem richtigen Paukenschlag.

Das nächste Rennen waren die 2.000m Hindernisse der männlichen Jugend A und B. Jonas Wienecke (Jugend A) und Jost Heese (Jugend B) gingen fürs Team ins Rennen und blieben dicht beieinander im Mittelfeld bis Jonas bei einem Hindernis leicht touchiert wurde und schwer gestützt ist. Er rappelte sich jedoch auf und lief couragiert weiter – ein tapferer Lauf wurde zum Schluss mit der Bronzemedaillon belohnt.

jost-lennart-hese

Jost hat sich vom Unfall seines Team- gefährten nicht beeindrucken lassen – er blieb konzentriert im Rennen und dank einer exzellenten Hürdentechnik und stark verbesserten Ausdauerfähigkeiten holte er einige der Konkurrenten auf den letzten beiden Runden ein. Der dritte Platz bei den Norddeutschen war sein bisher bestes Ergebnis – die Zeit von 6:26,44 war auch sehr stark und berechtigt ihn zur Teilnahme an den Deutschen Jugend-Meisterschaften nächsten Monat.
Eine sensationelle Leistung.

fabian-1500

Das Team und die Fans hatten nun drei Stunden Zeit, um sich von der Aufregung zu erholen bevor Fabian im letzten Rennen die 1500m bestreiten sollte. Das Warten sollte sich lohnen.

Fabian kam gerade noch in den schnelleren von zwei Zeitläufen und hielt sich in der Anfangsphase eines schnellen Rennens diskret zurück. Seine Attacke 300m vorm Ziel war beeindruckend und brachte ihn auf den dritten Rang in neuer Bestzeit von 3:49,86.

Es war ein schöner Schlusspunkt eines exzellenten Wettkampftages – herzlichen Glückwunsch an alle Athleten und insbesondere an den Trainer. Die harte Arbeit von allen zahlt sich langsam aber sicher aus!!

Fotos