4 Sekunden fehlten zu zweimal Bronze in Rhede
Rhede | 23.08.2009 | Niels Bubel
Eine Woche bevor in Berlin die Leichtathletik - Weltmeisterschaften veranstaltet wurden, verammelten sich die besten jugendlichen Leichtathleten Deutschlands in einem kleinen Ort in Nordrhein-Westfalen. Fabian Clarkson war als einziger Mittelstrecker des BSV 92 angereist und wollte gleich über zwei Distanzen ins Geschehen eingreifen: über 2000 m Hindernis und über 3000 m.
Am Samstagabend ging es auf die Hindernisstrecke. Direkt nach dem Start gab es die üblichen Rangeleien und für einen kurzen Moment verlor Fabian das Gleichgewicht, konnte sich aber sofort wieder fangen und schob sich auf der ersten Runde (69 sek) bis nach vorne durch. Die Front war breit gefächert und das Tempo dementsprechend langsam. Die beiden folgenden 400 m - Abschnitte wurden in jeweils 75 Sekunden zurückgelegt und unser Berlin-Brandenburgische 1500 m - Meister hatte keine Probleme sich in der zweiten Reihe zu halten. Erst am Ende der vierten Runde, die in 72 Sekunden absolviert wurde, wurde das Tempo angezogen und Fabian Clarkson hatte Mühe zu folgen.
Es war seine erste Saison, bei der er sich ernsthaft auf die Hindernisstrecke vorbereitet hatte. Auch nach unermüdlichen Training war zu erkennen, dass seine Konkurrenz die Überquerung der Balken einfach effizienter ausführte. Dennoch legte Fabian noch einen ordentlichen Enspurt (61 sek) hin und es wurden 5:52,36 min für ihn gestoppt.
Damit hatte er zwar um gut 3 Sekunden die Bronzemedaille verpasst, stellte aber gleichzeitig eine neue persönliche Bestzeit auf, mit der er nun in der Deutschen Bestenliste auf Rang 5 rangiert.
Über seine Paradestrecke, den 3000 m, rechnete sich Fabian am Sonntag mehr aus. Die Frage war, wieviel Kraft hatte er tags zuvor verloren? Der Lauf ein typischer Meisterschaftslauf. Niemand wollte Tempo machen und so wurden die ersten 1000 m in 2:48 min und die zweiten in 2:52 min runtergespult. Fabian versteckte sich im Feld. Erst auf den letzten 400m kam es zum Spurt. 3 Läufer lagen direkt vor Fabian und der Zug bog auch so auf die Ziellinie. Simon Dörflinger konnte sich als erster absetzen und konnte, nachdem am Vortag die 2000 m - Hindernis gewonnen hatte, nun einen Doppelerfolg feiern. Dahinter folgte Julian Kreibich. Fabian schaffte es nicht an Sascha Großheim heranzukommen und verpasste zum zweiten mal hintereinander die Medaille. Diesmal noch knapper. 1,2 Sekunden hatten gefehlt.
Ob diese Differenz dem Hindernis-Rennen zuzuschreiben lässt, liegt nahe - doch angesichts der Tatsache, dass Fabian Clarkson mit 8:23,48 min seine Bestzeit in diesem Jahr um über 15 Sekunden steigern konnte, ist ein Beleg dafür, dass sich der 18-Jährige zusammen mit seinem Trainer Egidijus Pranckus auf dem Weg nach oben ist.
Nach der nun anschließenden Saisonpause naht im Herbst die nächste Chance bei den Crossläufen vorne ein Wörtchen mitzureden.
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